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Menschen allein oder zu zweit.
Menschen, die eine Weile bleiben, ihre Geschichten erzählen oder
ihre Probleme verdichten, um dann wieder zu gehen. Verändert? Unverändert?
Glücklicher? Unglücklicher als vorher?
Die Geschichten der Protagonisten sind an jenem markanten Punkt
angesiedelt, der ein Vorher und ein Nachher trennt. Oder sie entstehen
zwischen Realität und Traum. Die Veränderungen der Menschen
geschehen leise, mehr oder weniger als innere Prozesse an die Oberfläche
drängend.

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In surrealen Sequenzen und melancholischen Szenen
erzählt uns das Stück von jungen und alten Menschen, von
Paaren und Singles, deren Beziehungen einen Riss haben - zueinander,
zu sich selbst oder zu den Dingen, die sie umgeben. Raum und Zeit
sind aufgehoben, sie changieren zwischen Vergangenheit und Zukunft,
Monolog und Dialog, konkretem Tun und philosophischen Exkursen.
Roland Schimmelpfennig schuf mit Vorher Nachher
ein faszinierendes Netzwerk von Momentaufnahmen, das ein poetisches
Kaleidoskop über die Liebe und die Sehnsucht nach Leben ergibt.
Trauriges, Humorvolles, Ernüchterndes und Schwärmerisches
stehen als innere oder äußere Erlebnisse nebeneinander.
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