
Premiere: 12. Dezember 2004
Hinterbühne Festpielhaus Bregenz
mit:
Günter Baumann
Hubert Dragaschnig
Urs Obrecht
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Frühmorgens auf einer Polizeiwache in einer
totalitären Diktatur eines fiktiven Staates: Der Schriftsteller
Katurian wird von zwei Beamten nach der klassischen Methode „Good
Cop“ / „Bad Cop“ verhört. Er ist frühmorgens
aus seinem Haus geholt worden, der Grund seiner Verhaftung ist ihm
unerklärlich.
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Allmählich stellt sich heraus, dass Katurian
vorwiegend Geschichten schreibt, in denen Kinder misshandelt und
getötet werden, und offensichtlich gibt es in der Umgebung
drei Fälle, in denen an Kindern genau das verübt wurde,
was Katurian in seinen Horror-Märchen schildert. Katurian ist
entsetzt, leugnet jegliche Mittäterschaft und will für
seine Phantasien nicht verantwortlich sein.
In Panik gerät er, als er hört, dass im Nebenzimmer sein
zurückgebliebener Bruder Michal verhört, ja vielleicht
sogar gefoltert wird und angeblich gestanden hat.
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Martin McDonagh, der irische Autor von erfolgreichen Stücken
wie „Die Beauty Queen von Leenane“, „Der Krüppel
von Inishmaan“ und „Der Leutnant von Inishmore“,
schildert in Der Kissenmann in grotesker
Überspitzung eine durchweg gewalttätige Welt und verknüpft
sie mit der Debatte um die Gewalt in den Medien, die zur Nachahmung
in der Wirklichkeit führe. Sein krudes, grausames und zugleich
makaber-witziges Stück ist selbst ein Beitrag zu der Frage, wie
weit Literatur gehen darf. |
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