" P e r a P a l a s "
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von Sinan Ünel Österreichische Erstaufführung Premiere: 15. März 2001 mit: Günther Baumann
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In einem Land, das sowohl in Asien als auch in Europa liegt, in einer
Metropole, in der Orient und Okzident sich die Hände reichen, in der einzigen
Stadt auf der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt - in Istanbul - steht
ein ganz besonderes Hotel. Drei Generationen im 20. Jahrhundert stellt der amerikanische Autor türkischer Abstammung vor. Die erste Geschichte spielt 1918 während der letzten Tage des Osmanischen Reiches. Eine emanzipierte englische Autorin besucht eine Freundin in einem türkischen Harem und sorgt für allerhand Unruhe in einer ohnehin bedrohten Scheinidylle...
Die zweite Geschichte handelt von den amerikanischen Geschwistern Kathy und Anne, die 1952 in Istanbul in einer Schule unterrichten, bis sich Kathy in einen jungen Türken verliebt.
Die dritte Geschichte spielt 1994. Der türkische Photograph Murat reist mit seinem Lebenspartner Brian in seine Heimat Istanbul, die er vor Jahren mit seiner Familie zerstritten verlassen hat. Die drei verschiedenen Plots verknüpfen sich überraschend geschickt miteinander.
Zentrifugal entwickeln sich die Geschichten, die alle drei zwischen den Kräften Aufbruch und Tradition oszillieren, sodass am Ende wie bei einem Mosaik ein ganzes Bild entsteht. Die Geschichten berühren besonders durch die grundsätzliche Menschenliebe und das Verständnis, mit dem der Autor Fremdes und Vertrautes beschreibt. "Pera Palas" stellt die Phantasien von 1001 Nacht
ebenso vor wie den Alltag in der Türkei, paart Geschichte und Gegenwart
und stellt global gültige Fragen wie: "Kann der Einfluss des Westens auf
eine östliche Kultur jemals mehr als eine Gefahr sein? Kann die Kraft
der Liebe die sozialen, kulturellen und religiösen Konflikte zweier Menschen
mit völlig verschiedenen historischen Hintergründen beantworten? |