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Geschichten über Sex, Verbrechen und Erbrechen

Eine einzige Woche veränderte das leben von drei jungen Männern völlig

VON VERENA WENTER

Ein 17-jähriger wird vom Jungen zum Mann und Augenzeuge einer Vergewaltigung, sein Freund überfällt einen echten "Kotzbrocken", der seinen Dad finanziell unter Druck setzt, und raubt ihm 30.000 Pfund, der dritte Erzähler Ray spricht vom Sex mit seiner Studentin, seinen Totalbesäufnissen und darüber, wie er sich im Vorlesungssaal im wahrsten Sinn des Worts ausgekotzt hat. In "Salzwasser" erkennt der Zuhörer und -seher sich selbst, seine Sehnsüchte, seine dreckigen Gedanken und eigene Lebenssituationen wider.

"Geschichten vom Leben" schildern drei junge Männer aus einer irischen Kleinstadt. Sie sprechen über die Ereignisse einer einzigen Woche, die ihr Leben völlig verändert hat. Die drei Geschichten verdichten sich zu einer gemeinsamen Erzählung, in der Wahres und Erdachtes, sehnsüchtig Gewünschtes und nie Erreichtes ein dichtes Bild von Lebensglück und Lebensunglück zeichnen. Der 17-Jährige liebt die Nachbarin, dessen Namen er nicht kennt, träumt von der vollbusigen Lehrerin und davon, "mit ihr Sex haben zu müssen", in seinem Bett "holt er sich einen runter" und vergöttert einen Freund, der vor seinen Augen ein Mädchen vergewaltigt und ihm die Sache anzuhängen versucht. Frank, der zweite Erzähler, kann es nicht mehr ertragen, seinen betrunkenen Vater, der eigentlich ein rechtschaffener Mann ist, leiden zu sehen. Er wird von einem Kredithai unter Druck gesetzt. Frank besorgt sich ein Gewehr, heckt einen Plan aus und überfällt den gehassten "Kotzbrocken" mit Erfolg.

Komplexe und Alkohol

Der dritte im Bunde, Ray, scheint gar keine Perspektiven zu haben und produziert sich mit Sexgeschichten und Alkoholexzessen und kotzt sich schlussendlich "orangefarben" im Vorlesungssaal aus, fühlt sich mit einem Schlag super und bemerkt, wie schön eigentlich seine Freundin ist ...

Die Darsteller

Die Darsteller sind neben Thomas Griess, der gerade erst in der Theater Kosmos Erfolgsproduktion "Zwei" zu sehen war, zwei deutsche Schauspieler: Stefan Düe spielte zuletzt in der Kampnagel-Fabrik in Hamburg, und Tobias Oertel am Schauspielhaus Düsseldorf (neben dem Schauspielstudium an der Folkwang Hochschule in Essen). Für das Bühnenbild und Lichtdesign zeichnet Stefan Pfeistlinger verantwortlich. Die Musik stammt von der Gruppe INMOVEMENT - Martin Deuring, Robert Bernhard und Mahdi Milla. "Salzwasser" noch bis 27. Mai.