von Jim
Cartwright
Österreichische Erstaufführung
Premiere: 2. März 2000
mit: Günther
Baumann
Kurt Bigger
Heide Capovilla
Reinhard Froboess
Thomas Griess
Martha Günzl
Brigitte Jagg
Robert Kahr
Dorrit Kogler
Alenka Maly
Aaron Salzmann
Vera Schweiger
Martin Sommerlechner
Astrid Wittinghofer
Regie: Hubert Dragaschnig
und
Augustin Jagg
Bühnenraum: Helmut
Kuëss
Licht: Markus
Holdermann
Musik: Inmovement
Hinterbühne
Festspielhaus Bregenz
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Verzweiflung am Tresen. Eine Nacht in einem englischen Pub. Das Wirts-Ehepaar
kämpft sich unflätig, zankend, jedoch mit zähneknirschendem
Lächeln durch den Abend. Ihr Leben ist das Geschäft, und das
Geschäft geht gut. An Liebe und Zuneigung denkt man schon lange nicht
mehr. Auch die Gäste, überwiegend Pärchen, zanken, unterdrücken
und terrorisieren sich gegenseitig.

Maudie ist Romantikerin und lässt sich für
die vage Aussicht auf eine ordentliche Heirat mit ihrem Freund Moth mancherlei
gefallen. Mrs. Iger hält eine Lobeshymne auf große, kräftige,
stattliche Männer. Ihr kleingewachsener Gatte, der, wie so oft, vergeblich
versucht, sich am Tresen durchzusetzen, steht bedingungslos unter ihrer
Fuchtel.
Fred und Alice dagegen haben ihren kleinen, bescheidenen Frieden gefunden,
gemeinsam glotzen sie fern, amüsieren sich über Idole, schlechte
Schauspieler und sich selbst, tauchen ab in die Illusionsmaschinerie der
medialen Sinnstiftung.

Cartwright
beschreibt in kurzen, humorvollen Episoden ein Sammelsurium an skurrilen,
liebenswürdig - trostlosen Beziehungen und findet daneben auch sehr
anrührende und poetische Töne: etwa in der Beschreibung eines
alten Mannes, dessen treue Liebe zu seiner verstorbenen Frau Leben und
Tod einen Sinn verleiht. "Zwei" ist eine temporeiche Komödie,
aber auch ein subtiles Psychogramm von Beziehungen zwischen Mann und Frau.
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